Kunststofffenster

Dabei ist zu Achten auf:

– Dämmwerte, die durch ein Kammern-System erzeugt werden
– Optik der Konturen innen und außen am Fenster
– Bautiefe des Fensters in MD ausgedrückt
– Dichtungsebenen
– Verglasung
– damit zusammenhängend der Uf-Wert
– die Beschlagsicherheit
– Fenstergriffe
– Griffhöhe

Kammern-Systeme bei Kunststofffenstern

Die Qualität der Kunststofffenstern hängt von der Anzahl der Kammern ab. Diese entscheiden über die Dämm- und Wärmeisolierung. Früher gab es nur Kunststofffenster mit einer einigen Kammer und boten daher auch keine guten Isolierwerte. Daher gibt es heute fast nur noch Fenster mit Mehrkammerprofile. Diese reichen vom 2- bis hin zum 7-Kammer-System.

Früher dienten die 2-Kammern-Profile als Regenwasser-Kanal, um diesen abzuleiten. Nach und nach stellte man fest, dass durch weitere Kammern die Dämmwerte besser wurden und so bessere Isolier- und Wärmewerte erreicht werden kann.

Mehrkammersysteme bei Fenstern

Natürlich gibt es noch Doppelkammer-Fenster-Systeme, jedoch werden diese nach und nach durch sogenannte Mehrkammernsysteme ersetzt. Die meisten Fenster gibt es bereits mit 3-Kammern-Systeme um noch bessere Wärmedämmung zu erreichen. Dabei sind den Herstellern kaum grenzen gesetzt: Mittlerweile kann man Fenster auswählen mit mehr als 7-Kammern.

Kunststofffensterrahmen: Optik der Konturen innen und außen am Fenster. Je nach Hersteller des Fensters, unterscheidet man in verschiedenen Konturen der Rahmen:

Glatte, abgerundete oder eckige Rahmen sind je nach Hersteller verfügbar und können ausgewählt werden. Hier ist es eine Frage des Geschmacks, aber auch der Möglichkeiten diese zu reinigen. Denn je nach Design des Rahmens, fällt die spätere monatliche Reinigung der Fensterrahmen leichter oder schwerer

Die Bautiefe bei Kunststofffenstern – Ausgedrückt in MD

Es gibt einige Standardwerte in der Bautiefe von Kunststofffenster.
Diese Angabe erfolgt meistens in Millimeter und gibt an, wie dick der Fensterrahmen am Ende ist.
Die Bautiefe wirkt sich wie die Kammernsysteme auch auf die Dämmung an.
Je dicker das Fenster  – also je höher die Bautiefe, desto besser isoliert das Fenster und hält die Wärme im Haus.

Die Verglasung spielt bei der Bautiefe immer eine Rolle. Denn je stärker die Verglasung, desto dicker wird das Fenster um so höher die Bautiefe.

Bei Doppelt- oder Dreifachverglasungen erhöht sich die Bautiefe im vergleich zu einfach verglasten Fenstern. Daran sieht man: alle wichtigen Eigenschaften des Fensters: Kammern-Systemen, Verglasung sowie Dichtung haben am Ende Auswirkung auf die Bautiefe.

Es gibt Bautiefen in Höhe von 70, 76 80, 82 und 85 mm

Die Dichtungsebenen bei Kunststoffenstern

Am Rahmen- und Flügelrand sind die Fensterdichtungen nahezu unscheinbar versteckt. Diese haben mit den Kammern-Systemen und Verglasungen nichts zu tun. Die Dichtung sind meist schwarze, gummiartige Bauteile, die unabdingbar für die Dichtung der Fenster, Energieeffizienz und Raumklima notwendig sind. Funktioniert die Dichtung nicht, ist das Fenster nahezu nutzlos. Es gibt je nach Hersteller 2 oder 3 Dichtungsebenen am Fenster. Diese Schützen das Hausinnere vor Regen und Wind der versucht zwischen Fenster und Fensterrahmen in das Haus hinein zu gelangen. 

2 Dichtungsebenen:

Bei diesem System liegt eine Dichtung außen als auch Innen (Anschlagdichtung) zwischen dem Fenster und dem Fensterrahmen. 

3 Dichtungsebenen:

Dort gibt es eine Dichtung außen und innen ähnlich wie bei dem 2-Dichtungsebenen-System, und zusätzlich liegt die 3. Dichtungsebene im zwischen Bereich (Mitteldichtung)

Wichtig für guten Schallschutz sind zuletzt auch die Dichtungen, mit denen das Schallschutzglas in den Rahmen eingelassen wird. In den meisten Fällen kommen hier Butyl- und Polysulfiddichtungen zum Einsatz. Nur ein gut verfugtes und fest im Rahmen sitzendes Glaselement garantiert auch die effektive Reduktion von Lärm.

Verglasung bei Kunststofffenstern

Moderne Fenster müssen einen bestimmten Wärmedurchgangskoeffizienten (aus gedrückt in Uw= … W/(m²K) vorweisen. Die Fensterverglasung selbst hat Wiederrum andere Wärmedurchgangskoeffizienten, die noch niedriger liegt als der vom Fenster insgesamt. Dadurch soll eine möglichst moderne Wärmeschutzverglasung erzielt werden. Teilweise kann der Wärmeverlust dadurch um bis zu 80% gesenkt werden. 

Neben vielen Verglasungsarten, gibt es folgende:
Schallschutzglas

Diese Verglasung ist besonders dafür gedacht, in Städten oder Umgebungen mit viel Lärm sie vor dauerhaft störenden Geräuschen zu schützen. Dort werden Verbundglasscheiben mit einer Mittelschicht aus Kunstharz oder Sicherheitsfolie verbaut. Der Abstand und die Anzahl der Scheiben und Dichtungen sorgt für einen gewissen Schallschutz. Die Anzahl der Kammern des Fensters spielen beim Thema Schallschutz eine große Rolle. Gerade bei Autobahnen, Stadtverkehr oder Industriebereichen ist diese Art der Verglasung sinnvoll.

Es gibt verschiedene Schallschutzklassen:

  • Klasse 2, Schallschutz von 30 bis 34 Dezibel (dB)
  • Klasse 3, Schallschutz von 35 bis 39 Dezibel (dB)
  • Klasse 4, Schallschutz von 40 bis 44 Dezibel (dB)
  • Klasse 5, Schallschutz von 45 bis 49 Dezibel (dB)

Kann erreicht werden durch:

  • Gasfüllung im SZR
  • Stärke der Glasscheiben
  • Schallschutz-Verbundglas
  • Dichtungen

Aber Achtung: Ein Fenster, das zu stark gegen jede Art von Geräusch von außen isoliert, kann dazu führen, dass Geräusche in der Wohnung als störend empfunden werden, die nicht über dem normalen Alltagslärmpegel liegen.

Sichtschutzglas

Wie der Name es schon andeutet, ist hier der Sinn der Verglasung einen Sichtschutz zu erzeugen. Sei es durch Muster, Farben oder Lichtführungen. Oftmals ist es jedoch einfacher das Fenster mittels Folierungen auszustatten und so einen Sichtschutz in Bad, Büroraum, Arzträumen herzustellen. 

Verschiedene Arten des Sichtschutzglases:

  • Verbund- oder Verbundsicherheitsglas: Folienschicht, die zwischen zwei Glasscheiben angebracht wird
  • Guss- oder Ornamentglas-Scheiben: Dort sind die Glasscheiben strukturiert.
  • Sandstrahl- oder Ätztechnik: Dort werden Strukturen mittels Standstrahl oder Ätzung auf das Glas übertragen
  • Milchglas: Das verbaute Fenster hat eine milchige Färbung

Sonnenschutzglas

Fenster können durch direkte Sonneneinstrahlung Räume extrem Überhitzen und dadurch das Raumklima aufheizen als auch darin stehende Gegenstände, wie Möbel dauerhaft beeinträchtigen. Das Sonnenschutzglas soll den Raum vor Überhitzung durch Sonneneinstrahlung schützen. Das Fenster sollte also einen guten Wärmeschutz gegen Solareinstrahlung bieten und gleichzeitig innen wärmedämmend wirken: Sonnenschutzgläser besitzen, je nach Wirkungsgrad, eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 50 und 70 % (zum Vergleich: Wärmeschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 80 %).Dadurch können Räume um ca. 2-5 Grad kühler gehalten werden, als andere. Klimaanlagen können vermieden werden. Die Fensterverglasung Ann bis zu 80% der Solareinstrahlung abhalten. 

Sonnenschutzgläser besitzen, je nach Wirkungsgrad, eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 50 und 70 % (zum Vergleich: Wärmeschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 80 %).

Sonnenschutzgläser können einen Ug-Wert von 1,0 W/(m²·K) im Zweischeibenisolierglas erreichen.

Wärmedurchgangskoeffizient  – Vorab: 

Der Wärmedurchgangskoeffizient (kurz: U-Wert) wird in erster Linie durch die Wärmeleitfähigkeit und Dicke der verwendeten Materialien bestimmt. Dabei spielen auch die Wärmestrahlung und die Konvektion (Wärmeleitfähigkeit) an den Oberflächen eine entscheidende Rolle.

Die KfW-Bank ermöglicht Förderungen für Fenster mit einem U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) (Stand 01.03.2020). Mit modernen dreifachverglasten Fenstern lassen sich U-Werte von 0,5 bis 0,8 W/(m²K) erzielen. Was ist aber nun gut oder schlecht? Denn je mehr gedämmt wird, desto weniger natürliche Wärme von außen kommt hinein. 

Wärmedurchgangskoeffizient verschiedener Verglasungen

Verglasung Ug-Wert
2-fach Verglasung 1,0 – 1,1 W/(m²K)
3-fach Verglasung 0,5 – 0,8 W/(m²K)

Energieverluste

Verglasung Uw-Wert
Einfachglas 5,2 W/(m²K)
Isolierglas 2,7 W/(m²K)
Wärmeschutzglas 1,2 W/(m²K)
Hochwärmeschutzglas 0,8 W/(m²K)

Jetzt wird es „mathemtisch“:

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) entspricht dem „alten“ k-Wert. Achtung beim Fensterkauf! Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt: Dieser drückt aus, wie viel Wärmeverlust pro m2 und pro Stunde bei 1° Temperaturunterschied entsteht. Die Maßeinheit des U-Wertes ist W/(m2K).

  • Uw (w = window) – der Gesamtwert des Fensters
  • Ug (g = glazing) – der U-Wert der Verglasung
  • Uf (f = frame) – der U-Wert des Rahmens

Für die Berechnung des gesamten U-Wertes benötigt man dann noch die Glasfläche (Ag), die Rahmenfläche (Af) (beides zusammen ergibt die Fensterfläche Aw), sowie die Länge des Glasrandverbundes (lg) und den Wärmeverlustkoeffizienten des Glasrandes (ψg).

Im Endeffekt ergibt sich daraus:

Uw = (Ag * Ug + Af * Uf + lg . ψg) / Aw

alt alte, deutsche Bezeichnung gültige, EU Bezeichnung
Fenster kF (F=Fenster) UF (F=Fenster) Uw (w=window)
Verglasung kV (V=Verglasung) UV (V=Verglasung) Ug (g=glazing)
Rahmenmaterial kR (R=Rahmen) UR (R=Rahmen) Uf (f=frame)

Wärmedurchgangskoeffizient Uw von Fenstern

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw von Fenstern wird bestimmt durch den Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens (Uf), den der Verglasung (Ug) und durch Flächenanteile der beiden Elemente. 

Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens Uf (Flügel und Rahmen) 

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uf bezieht sich auf den Rahmen des Fensters und berücksichtigt nicht die Verglasung.

Der Wärmeschutz vieler Fensterrahmen ist schwächer als der von Wärmeschutzverglasungen: Je nach Material und Profilausführung können stärkere oder schwächere Isolierwerte erreicht werden. Es sollte daher bei der Auswahl des Rahmenmaterials darauf geachtet werden: z.B. Holz-, Kunststoff- sowie Holz-Aluminium-Rahmen.

Der Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens macht durchschnittlich 30% des Gesamtwertes (Wärmedurchgangskoeffizient Uw ) aus. Es muss also auf Rahmen als auch Verglasung geachtet werden, um gute U-Werte zu erzielen.

Ein aktueller Wert wäre hier: Uf-Wert = 1,2 W/m²K entsprechend der EnEv 2016

Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung Ug (Glas)

Die Lichtdurchlässigkeit wird ähnlich dem Wärmedurchgangskoeffizienten mit dem G-Wert angegeben. Der G-Wert bezieht sich auf die Licht- und Wärmedurchlässigkeit der Scheibe von außen nach innen. Sollte bei der Verglasung auf Schallschutz oder Einbruchschutz wertgelegt werden, kann es zu Abweichungen beim Wärmeschutz kommen. Der Wert kann durch Beschichtungen zur Reduzierung der Emissivität, einem Mehrscheibenaufbau (üblicherweise 3-fach Isolierverglasungen) sowie durch die Verwendung von Edelgasen (Krypton, Argon, Xenon) optimiert werden.

Fenster mit einem hohen g-Wert lassen Sonnenstrahlen nahezu ungehindert ins Innere eines Hauses. Das ist im Winter angenehm, im Sommer führt dies jedoch sehr schnell zu einer Überhitzung des Innenraumes. Je niedriger der g-Wert ist, desto geringer ist auch die Menge an Tageslicht, die ins Innere dringt. Je weniger Tageslicht ins Innere dringt, desto mehr künstliches Licht muss verbraucht werden, was wiederum die Energiekosten erhöht.

Je höher die Wärmedämmung eines Fensters ist, desto weniger Wärme dringt auch von außen durch das Fenster nach innen. Dies ist gerade im Winter ein großer Nachteil. Denn Fenster mit einem niedrigen U-Wert verschenken den solaren Zugewinn an Wärme.

Standardwerte für Fenster: Bei einer 2-fachen-Verglasung wird ein Wärmedurchgangswert Ug von bis zu 1,0 W/m²K erreicht. Mit einer 3-fach-Verglasung und durch zusätzliche Konfiguration mit Warmer Kante (Glasabstandshalter) kann dieser Wert bis zu einem Ug von 0,5 W/m²K verbessert werden.

Fenster mit niedrigerem U-Wert erfordern ein neues Lüftungsverhalten

Moderne Fenster mit niedrigem U-Wert führt zu geringer Zugluft und beeinflusst dadurch den Luftwechsel im Haus. Dieser ist nicht ausreichend gewährleistet. Dadurch kommt es zu Kondenswasserbildung oder kalten Wandbereichen und damit Schimmelbildungen. Bei Fenster mit niedrigem U-Wert muss korrekt gelüftet werden. Mehrfaches Stoßlüften ist effektiver als konstant gekippte Fenster. Bei energieeffizienten Häusern sollten zusätzliche kontrollierte Wohnraumlüftungen angewendet werden.

Fazit: Nicht nur U-Wert sondern auch G-Wert beachten bei der Fensterwahl

Nicht nur auf den Ug-Wert und damit auf den Uw-Wert schauen, sondern auch auf die beiden anderen Größen (g-Wert und Lichtdurchlässigkeit). Ein g-Wert von 1 entspricht einem Energiedurchlass (Wärmegewinn) von 100%. Herkömmliches Glas ohne Beschichtung hat einen g-Wert von ca. 0,85 oder 85%, das bedeutet, dass 85% der eingestrahlten Energie in den Raum hinter der Glasscheibe gelangen kann. Der Rest wird reflektiert oder von der Scheibe absorbiert. Bei einer modernen Dreifachverglasung liegt der Wert bei etwa 0,55. Eine Verringerung des Durchgangs von solarer Strahlung. Daher gilt: Je kühler das Klima in ihrer Region ist, desto niedriger sollte der U-Wert eines Fenster sein. Bei Fenstern im Wänden nach Norden sind Fenster mit niedrigen und sehr niedrigen U-Werten ratsam. Bei Wänden im sonnigen Süden, sieht die Situation anders aus: Dort sollte der Vorteil der solaren Wärmegewinnung gegenüber dem Nachteil des Wärmeverlustes überwiesen, d.h. hier Fenster mit etwas schlechteren U-Werten verbaut werden. Dafür sollten Fenster in einer Südfassade einen guten g-Wert aufweisen. Aber Achtung: Sonneneinstrahlung führt zu Schäden bei Möbel aber auch erhitzen Räumen. Bei Fenstern in Nordfassaden spielt der g-Wert eine untergeordnete Rolle in Bezug auf den Wärmeenergieverlust oder dem –zugewinn. Lediglich bei zu niedrigen g-Werten merkt man im Hausinneren Nachteile, da dann nur noch weniger Tageslicht ins Innere gelangt. Das Gleichgewicht muss erreicht werden. Als Anhaltspunkt: Moderne zweifach verglaste Fenster schaffen den Angaben zufolge einen U-Wert von 1,5 bis 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Gute Dreifachfenster haben einen Wert zwischen 0,9 und 0,5. Das bedeute, dass selbst bei Minusgraden im Freien die Scheiben auf der Innenseite mindestens 16 Grad warm bleiben. Mit Blick auf den G-Wert sollte das richtige Fenster gefunden werden können.

Überblick

Material Vorteile Nachteile
Holz
  • ausgezeichnete Wärmedämmung
  • kaum Längendehnung bei Temperaturschwankungen
  • natürlich nachwachsender Rohstoff
  • regelmäßige Oberflächenbehandlung
  • kaum witterungsbeständig
Aluminium
  • pflegeleicht, nahezu wartungsfrei
  • witterungs- und farbbeständig
  • stabil
  • hoher Energieaufwand in der Herstellung
  • schlechte Dämmeigenschaft
  • kostenintensiv
Kunststoff
  • gute Wärmeisolation
  • preiswert
  • pflegeleicht, nahezu wartungsfrei
  • zieht Staub leicht an, wenn es statisch geladen ist
  • keine vollständige Wiederverwertung
  • dauerhafte Verformung unter Temperatureinwirkung

 

Die korrekte Reinigung und Pflege von Fenster, Fensterrahmen und Fensterbeschlägen

Reinigung und Pflege von Fenster:

Verschmutzungen, Farbreste vom Streichen, Reste von Mörtel nach dem Einbau oder andere Verunreinigungen können durch ein feuchtes Nachwischen leicht entfernt werden. Bevor man generell an dem Fenster arbeitet oder handwerklich tätig wird, sollte man die Oberflächen großflächig abdecken, z.B. mit einer Plane. Es können Arbeiten sein wie Verputzen oder Ausschäumen.

Pflege und Reinigung von Fensterrahmen

Fenster sind heute aus wetterfestem, hochwertigem und pflegeleichtem PVC gefertigt. Daher kann bei der Säuberung von Oberflächen eine leichte Spülmittellösung verwendet werden, mit der Staub und Regel sich leicht entfernen lassen. Scheuermittel, Benzin oder Chemikalien wie Nitroverdünnungen, die die Oberfläche zerstören können, sollten nicht verwendet werden.

Pflege und Reinigung von Fensterbschlägen

Es sollte bei allen Fensterbeschlägen ein jährliches Nachfetten durchgeführt werden, mit der bewegliche Teile des Beschlags wieder die volle Funktionsfähigkeit bekommen.

 

Wohnungen und Haus richtig lüften!

Moderene Kunststofffenster sind heute so ausgestattet, dass kein natürlicher Luftaustausch stattfinden kann. Daher ist richtiges Heizen und Lüften um so wichtiger je Energie effizienter das Fenster ist. Ein gutes Raumklima ist eine Ausgeglichenheit zwischen Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Anwesenheit von Menschen, Tieren und Pflanzen verändert das Raumklima sofort und erhöhen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auch Tätigkeiten wie Koche, Duschen, Putzen oder das Öffnen einer Spül- und Waschmaschine / Backofen, stören das Raumklima.

Schimmelpilz entsteht durch Dauerlüften mit gekippten Fenstern, wenn der Raum zu stark abkühlt und Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt. Dies ist unbedingt zu vermeiden.

Quer- und Stoßlüften sind die besten Lüftungsarten: Durch kurze Lüftzeiten bleibt die Wärme in den Wänden erhalten und kann nach dem Schließen der Fenster wieder in den Raum abgegeben werden, so dass dieser wieder erhitzt wird. Der Unterschied zwischen Quer- und Stoßlüften ist, dass bei Querlüften ein Durchzug im Raum entsteht.

Beim Stoßlüften werden Fenster komplett geöffnet, Türen geschlossen und ein Durchzug möglichst vermieden. Dadurch wird der Luftaustausch in einem Raum am schnellsten durchgeführt. Bis Schadstoffe oder feuchte Luft in einem Raum mit frischer Luft ausgetauscht sind, dauert es 5 – 10 Minuten.

Beim Querlüften wird ein Durchzug erzeugt, in dem man gegenüberliegende Fenster und Türen öffnet. Beim Querlüften braucht man lediglich 2 bis 5 Minuten, also deutlich weniger Zeit als beim Stoßlüften um den Raum mit neuer Luft auszustatten.

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