Was gibt es bei Haustüren zu beachten ?

  • die Bautiefe
  • Flügelüberdeckend
  • Füllungsstärke
  • Zierschliffnuten
  • Verriegelung
  • PZ (Profilzylinderschloss)
  • Griffstangen oder Drücker
  • Seitenteile

Es gibt Haustüren mit Seitenteilen, Oberlicht oder einzeln.

Materialien von Haustüren

Es gibt Haustüren aus Kunststoff, Holz und Aluminium.
Holz ist ökologisch und nachhaltig und ein wertvolles Material. Aluminium wirkt modern und stabil, sicher, fest und wetterbeständig. Kunststoff Haustüren hingegen sind pflegeleicht, modern und im Preis günstig. Alle haben eine gute Wärmedämmung, wobei es auf in diesem Punkt auf weitere Faktoren anbekommt…

Verglasung bei Haustüren

Das ist Geschmacksache! Je nach Wunsch können Verglasungen in die Haustür eingebaut werden:

  • Flach- oder Klarglas
  • Ornamentglas
  • Verbundsicherheitsglas (VSG)

 

Verbundsicherheitsglas bietet Einbruchsschutz und ist eine Wertvolle Kombination zu Aluminium-Rahmen in Punkto Sicherheit. Durch das Verbinden von mehreren Scheiben mit einer Folie, wird die Verglasung besonders widerstandsfähig gegenüber Einschlagsversuchen oder generellen Einbruchsversuchen.

Türfüllung bei Haustüren

Die Türfüllung ist das Innere des Türblattes. Während das Türblatt wahlweise aus Kunststoff oder Aluminium besteht, befindet sich innerhalb des Türblattes eine Türfüllen zum Beispiel aus Kunststoff. Diese Türfüllung ist für die Wärmedämmung und Stabilität zuständig.Die Türfüllung ist damit das wichtigste Bauelement, wenn es um die optische Gestaltung der Tür geht.

Mit der immer beliebteren flügelabdeckenden Bauart erreichen Sie eine Optik ohne sichtbare Dichtungskanten. Das Türblatt bei einer Haustür mit einer gewissen Bautiefe Die Bautiefe hängt von der Dicke des Türblattes und seiner Füllung ab.Haustüren haben Bautiefen von z.B. 85 mm.

Die Profilstärke des reinen Türflügels auch die Möglichkeiten zur Wärmedämmung der Türfüllung. Je nach Widerstandsklasse kann das Türblatt 46 mm oder 76 mm stark sein. In Widerstandsklasse RC4* wird die Tür sogar noch mit einer zusätzlichen Aluminiumplatte verstärkt.

Diese besteht zum Beispiel aus einer Kunststofffüllung. Ein weiterer Bestandteil der Türfüllung sind Verglasungen der Haustür. Bei der Verglasung muss auch auf den Ug-Wert geachtet werden. Je nach Verglasung kann dieser z.B. Ug=0,7 W/m²K hoch sein. Dies entspricht einer 3-Fachverglasung. 

Wärmedämmung bei Haustüren

Bei der Wärmedämmung von Haustüren, kommt es also zum einen auf die Bautiefe der Haustür an, damit zusammenhängend die Türfüllung als auch die Verglasung der Haustür. 

Neben der Wärmedämmung einer Haustür spielt immer mehr auch die Schalldämmung und Sicherheit eine Rolle.

Es gibt grundsätzlich Haustüren aus Kunststoff oder Aluminium.

Entscheidet man sich für eine der beiden Materialien, gibt es noch die Möglichkeit zwischen flügelüberdeckend und nicht flügelüberdeckend zu unterscheiden:

Grundsätzlich besteht eine Haustür aus dem fest im Mauerwerk verankerten Zarge (Blendrahmen) und dem beweglichen Türflügel. Dieser besteht aus einem Flügelrahmen und einer Füllung. Diese Füllung besteht aus einer Kunststoff- oder Aluminium-Platte, die mit Hartschaum zur Wärme-Isolierung gedämmt wird.

Was bedeutet flügelüberdeckende Haustür?

Normalerweise gibt es an Haustüren eine umlaufende Dichtungskante die auf der Haustür sitzt und zwischen der Füllung und dem Flügel der Tür sitzt. Diese Dichtungskante ist als kantigen Umlauf an der Haustür sichtbar. Bei flügeldeckenden Haustüren gibt es diese offensichtliche Kante nicht und der Türflügel ist ohne sichtbare Dichtungskante eine völlig glatte und harmonische Türoberfläche. Dadurch sieht die Haustür aus, als sei sie aus einem Guss gefertigt. Es gibt auch beidseitig flügelüberdeckende Haustüren. Bei dieser Art von Haustür gibt es auch im Innenraum keine sichtbare Dichtungskante.

Warum flügelüberdeckende Haustüren?

Höhere Wärmedämmungs-Werte und die Stabilität insgesamt höher. Flügeldeckend bedeutet, dass das Tprblatt durchgängig ist und nicht durch einen Rahmen optisch getrennt ist. Dadurch ist es glatt und robust und haben auch einen deutlich höheren Wirkungsgrad bei der Wärmedämmung. Flügelüberdeckende Haustüren können sowohl innen als auch außen überdeckend gebaut sein und noch höhere Wärmedämmungswerte erreichen.

Vorteile

  • geringerer Pflegeaufwand
  • Schönere Optik (Haustür ohne Kanten)
  • erhöhte Stabilität
  • verbesserte Wärmedämmung

Nachteil

  • höherer Preis
  • Aufwendigere Herstellung

Einsatzfüllung mit umlaufender Dichtung und Versatz

Das sind die gängigen günstigeren Haustüren, bei der eine umlaufende Dichtungskante vorhanden ist. 

Türbänder bei Haustüren

Türbänder sind die beweglichen Verbindungen zwischen Türblatt und Zarge. Es gibt außen anliegende Türbänder bei denen man den Mechanismus offensichtlich sieht und es gibt Türbänder, die in das Türband verbaut sind. Diese verstellbaren Bänder sind mit Flügel und Blendrahmen unsichtbar verbunden. Dadurch entsteht ein harmonischer Gesamteindruck der Haustür-Innenseite. Als Bindeglied zwischen Rahmen und Haustürflügel leisten Türbänder eine wichtige Funktion in Punkt Sicherheit und Langlebigkeit. 

Bei neuen Kunststoff-Haustürbändern ist die Aushebelsicherung bereits enthalten und bieten eine erhöhte Sicherheit. 

Profil-System bei Haustüren

Neben der Türfüllung und Verglasung spielt auch das Profil-System eine Rolle: Es gibt 5/6 – Kammernsysteme mit Uf=1,1 W/m²K | Ud=0,94 W/m²K und integriertem Stahlkern für hohe Stabilität und Sicherheit. Das Kammernsystem dient wie bei Fenstern der Dichtung vor Wärme, Schall und Feuchtigkeit.  Das Profilsystem schützt vor Lärm und störenden Geräuschen. Es sorgt für Stille und Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden – optimaler Schallschutz bietet Entspannung pur!

Die Bodenschwelle bei Türen sollte barrierefreie Übergänge ermöglichen. Außerdem sind tiefe Bodenschwellen besser zum Reinigen der Haustür vor Verunreinigungen.

PZ (Profilzylinder) gibt es in mehreren Varianten. Eine aktuell gängige ist die mit 3 Schlüsseln. Um eine erhöhte Sicherheit zu gewährleisten, werden Haustüren mit einer 2-stufigen Bolzenverriegelung ausgestattet. Daneben gibt es RC 1 oder RC 2 Beschlag-Sicherheit sowie weitere zusätzliche mechanische oder elektronische Sicherheits- und Steuerungselemente. Unter RC1 versteht man die Widerstandsklasse 1 (RC 1N): Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt, wie z.B. Gegentreten, Gegenspringen. RC 2 ist die Widerstandsklasse 2 (RC 2 / RC 2N): Schutz gegen Aufbruchwerkzeuge wie Schraubendreher, Zangen und Keile

Automatikbolzen bei Haustüren

Damit ein sicheres, automatisches Schließen der Türverriegelung gewährleistet ist, welches für maximalen Komfort und die Dichtigkeit über die gesamte Türhöhe sorgt., sind Automatikbolzen am besten geeignet. Diese erhöhen außerdem die Sicherheit als bisherige Systeme. Die Tür verschließt sich automatisch nach dem Schließen. Das schloss kann jedoch jederzeit wieder manuell entriegelt werden. Es gilt ohne Schlüsselbetätigung versicherungstechnisch als verriegelt und entspricht so der VdS-zertifizierten Sicherheit.

Automatikverriegelung: Verriegelt die Tür automatisch, wenn Sie die Tür schließen. Zur Deaktivierung der Verriegelungs-Automatikfunktion gibt es optional einen Sperrhebel im Hauptschlossriegel

Tagesfalle bei Haustüren

Die Tagesfalle kann auf „Durchgang“ eingestellt werden. Danach kann die Tür ohne Schlüssel einfach aufgedrückt werden. Eignet sich beispielsweise bei Entladevorgängen oder regem Durchgangsverkehr.

Verriegelungssysteme bei Haustüren

  • klassischer Rundbolzen
  • Softlock-Falle
  • sonstiges

Zutrittssysteme bei Haustüren

Haustüren können mit diversen Zutrittskontrollsystemen, wie zum Beispiel Funkhandsender, Fingerscan oder Phone & Code kombiniert und geöffnet werden. Selbstverständlich lässt sich die Tür von außen mit dem Schlüssel öffnen. Eine wichtige Funktion – vor allem dann, wenn beispielsweise bei fehlender Stromversorgung das elektrische Entriegeln verhindert ist. 

Fingerscan – schnelle und sichere Türöffnung ganz ohne Schlüssel.  Es werden einzelne Fingerabdrücke abgespeichert der gewünschten Personen, die bei Auflegen Zutritt gewährt bekommen. Die Tür kann per „Fingerabdruck“ geöffnet werden und macht das lästige Schlüsselsuchen überflüssig. Der Einbruchschutz wird dadurch außerdem um ein Vielfaches erhöht.

Phone & Code – einfache Freigabe über das Mobil- telefon 

– Funkhandsender – klein, elegant und einfach zu bedienen: Den Transponder können Sie am Schlüsselbund tragen. Bei Annäherung an die Tür öffnet die Verriegelung dann auf Wunsch automatisch.

– Integrierte Öffnungssperre. Manchmal ist es besser, die Tür zunächst nur einen Spalt breit zu öffnen.

– Integrierter Sperrbügel
Dient als zusätzlichen altbewährten Verriegelungspunkt auf der Schlosserte ein zusätzlichen Sicherheitsaspekt da. Mit diesem Sperrbügel kann die Tür einen Spalt geöffnet und mit der aussenstehenden Person gesprochen werden. Beim Öffnen der Haustür wird der Sperrbügel entriegelt. Vorteile: Tür öffnen ohne Risiko, keine Kette notwendig und dadurch auch keine unnötigen Kratzer durch den Gebrauch.

E-Öffner sind elektronische Türöffner, die mit Fingerprint-Öffner oder Zahlenkombination funktionieren. Jeder der den Code kennt oder den passenden Fingerabdruck besitzt, kann die Haustür öffnen.

Bei allen elektronischen Sicherheitsystemen muss man darauf achten, dass auch Strom an der Haustür verfügbar ist. Bei Stromausfällen muss gewährleistet sein, dass die Haustür auch verwendet werden kann. Auch das „Up-To-Date“- Verhalten von Systemen die bei der elektronischen Haustür verwendet werden, wie z.B: Betriebssysteme muss beachtet werden: Wird der Anbieter auch in einpaar Jahren noch verfügbar sein? Ist das System hackbar?

Elektrische Bauteile an der Haustür? Diese Funktionen setzen eine elektrische Leitung in der Türlaibung voraus. Dadurch muss gegebenenfalls ein Elektriker für den Anschluss der Tür benötigt.

3-Punkt-Verriegelung bei Haustüren

Das Standard 3-Punkt-Schloss (3-Punkt-Hakenverriegelung) verfügt über zwei zusätzliche Riegelbolzen für hohe Funktionalität und Sicherheit. Mehrfachverriegelungen bieten eine höhere Sicherheit, weil die Tür ähnlich wie ein Tresor an mehreren Punkten gesichert ist. Man spricht von 3-fach

Verriegelungen, wenn sich oberhalb und unterhalb vom Hauptschloss noch eine zusätzliche Verriegelung befindet, bzw. von 5-fach Verriegelungen wenn sich oberhalb und unterhalb vom Hauptschloss noch je 2 zusätzliche Verriegelungen befinden: 5-Punkt-Hakenverriegelung (4 Schwenkriegel). Die Massivschwenkriegel aus Stahl verbinden sich tief in die Schließleiste ein und krallen sich in den Rahmen hinein.

Die Polizei empfiehlt bundesweit die Verwendung von RC2 Elementen: Bei RC2 wird beispielsweise der Sicherheitszylinder K100 verwendet, ein Aufbohrschutz sowie Sicherheitsrosetten im Außenbereich.

Verglasung von Haustüren

Neben der Türfüllung ist auch die Verglasung nicht nur optisch sondern auch hinsichtlich Wärmedämmung wichtig zu untersuchen: 

Hier muss abgewogen werden zwischen Lichteinfall, Wärmeschutz und Sicht- sowie Schallschutz. Es gibt Verglasungen mit Klarglas, Chinchilla (Muster auf dem Glas), Satinato (unscharfes Glas) oder farblich Grau (Gegenstände hinter dem Glas sind erkennbar).
Eine gute und bewährte Verglasung an Haustüren ist mit Blick auf Wärme- und Schalldämmung eine kleine oder gar keine Verglasung. In Punkte Sicherheit damit höher, da der Einbrecher nicht durch das Glas die Haustür aufheben kann. In Kombination mit einem neuartigen Sicherheitsystem kann die auf der Außenseite befindliche Person erkennbar gemacht werden und entsprechend die Tür geöffnet oder geschlossen bleiben.

Obentürschließer bei Haustüren (optional)

Bekannt von vielen öffentlichen Gebäuden oder Bürokomplexen: Selbstständige Schließende Türen. Mit dem Obentürschliesser wird die Haustür automatisch nach dem Öffnen geschlossen sozusagen „zugedrückt“.

Bodeneinstandsprofil bei Haustüren

Neben der Wärmedämmung über die Haustür selbst mit Verglasung und Türfüllung, ist auch die Wärmedämmung, über den Boden steuerbar. Damit die Wärmebrücken im Fußboden reduziert wird, kann ein Bodeneinstandsprofil in den Boden eingearbeitet werden. Dieses verschwindet unter dem Estrich und der Türschwelle, sorgt aber für zusätzliche Wärmedämmung.

 

 

Fazit:
Wir haben uns für eine flügelüberdeckende Aluminium-Haustür ohne Verglasung entschieden. Eine Verglasung kam für uns nicht in Frage, da wir ausreichende Verglasung im gesamten Haus haben und auch in Punkto Sicherheit dort keine Risiken eingehen wollten. Der Kostenaspekt ist auch hoch, da eine Verglasung um so teurer wird je höher die Wärmedämmung und Sicherheit sein soll. Wir haben auch keine elektronischen Sicherheitssysteme installiert, sondern auf einen hohen Sicherheitsstandard gesetzt, um Einbrüche undenkbar zu machen. Die elektronischen Sicherheitssysteme haben ggf. noch zu viele Unsicherheiten weshalb wir davon Abstand nehmen und auf bewährte Sicherheitssysteme uns verlassen.

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